Jugendliche am Colle Don Bosco
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Studientag der Don Bosco Famile zum Jahresleitgedanken

Veröffentlicht am: 11. Januar 2011
Bild von links nach rechts: Sabine Rödiger SMDB, Prof. P. Dr. Stefan Oster SDB, (Referent); Simon Kaiser (Student PTH u. KSFH)

München, 08. Januar 2010 -

„Kommt und seht! (Joh 1,39) – Wie Jesus ruft“.

Der Samstag nach hl. 3 Könige ist ein fester Bestandteil im Terminkalender der Don-Bosco-Familie. 80 Teilnehmer kamen dieses Jahr am 8.Januar ins Jugendwohnheim Salesianum in München um sich mit dem aktuellen Jahresleitgedanken des Generalobern, Don Pascual Cháves auseinanderzusetzen.
Der Leitgedanke für 2011 ist ein Aufruf an die gesamte Don-Bosco-Familie, sich der eigenen Berufung neu bewusst zu werden, aber vor allem auch den Mut zu haben junge Menschen aufzufordern ihrer Berufung nachzuspüren. Wie das gehen soll? Indem wir uns daran orientieren, wie Jesus die Menschen wahrnimmt, sie anblickt, sie ruft und einlädt: „Kommt und seht“ war seine Antwort auf die Frage der jungen Männer die neugierig danach fragten, wo er denn wohne und wie er lebe, so die Antwort von Prof. P. Dr. Stefan Oster. Der Lehrstuhlinhaber für Dogmatik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern war der Hauptreferent des Tages. Am Vormittag ging er mit den Teilnehmern den ersten Teil des Johannesevangeliums durch, in der diese Geschichte der suchenden Jünger des Johannes beschrieben wird, die, nachdem sie einen Tag mit Jesus gelebt hatten, sagen konnten: „Wir haben den Messias gefunden“. P. Oster sprach über den „Zeugen“ Johannes, den Täufer und über andere, die zutiefst etwas erkannt, erlebt, erfahren haben und die es drängt dies mit aller (Zeugungs-)Kraft weiterzugeben. Er ging der Frage nach wie es denn möglich sei bei Jesus zu sein, bei ihm (in ihm) zu bleiben. Angeregt durch diese Impulse entwickelten sich rege Gespräche in den anschließenden Gesprächsgruppen in den viel von persönlicher Erfahrung, von „Zeugnis“ zur Sprache kam. Nach dem Mittagessen war ausreichend Zeit für die aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmer für Begegnung und Austausch. Danach führte Prof. P. Oster die Thematik weiter: Gute Jugendarbeit, Jugendpastoral ist zugleich Berufungspastoral, so seine These. P. Oster zeigte auf was alles zu einer salesianischen Berufungspastoral gehört: Familiäres Klima, Spirituelle Erfahrungen, apostolisches Handeln, Begleitung bei der Suche nach Sinn und Wertmaßstäben, bei der Deutung des Lebens. „Jede Form einer ganzheitlichen Sorge um das Gelingen des Lebens junger Menschen ist bereits Berufungspastoral“, so P. Oster. Zwei junge Menschen aus dem Kreis der Don-Bosco-Familie berichteten anschließend sehr offen über ihren Berufungsweg, über Orte, Erfahrungen, Menschen, die für sie wichtig waren, sie machten deutlich, dass die eigene Berufung, der eigene Weg jeden Tag eine neue Herausforderung ist.
Provinzial P. Josef Grünner, der die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schon am Morgen, gemeinsam mit der Provinzoberin der Don Bosco Schwestern, Sr. Petra Egeling, begrüßt hatte, stand zum Abschluss des gelungenen Tages dann in der Hauskapelle des Salesianums einer feierlichen Berufungsvesper vor. Hier dankten die Mitbeter vor allem für das Geschenk der eigenen Taufe.

Als Fortführung findet vom 11.-13. März in Jünkerath ein Studienwochenende zum diesjährigen Jahresleitgedanken statt. Im Mittelpunkt die Frage: „Und ich – wozu bin ich eigentlich gerufen?“

(Winfried Voggeser)

Bild von links nach rechts: Sabine Rödiger SMDB, Prof. P. Dr. Stefan Oster SDB, (Referent); Simon Kaiser (Student PTH u. KSFH)

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