Logo der Salesianer Don Boscos - oberer TeilJugendliche - Teilbild ILogo unterer TeilJugendliche - Teilbild IISlogan: Damit das Leben junger Menschen gelingt.
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Eine apostolische Spiritualität

Maß und Urbild aller christlichen Spiritualität ist Jesus Christus, wie er vom Evangelium und von der Glaubenstradition bezeugt wird. Johannes Bosco wusste sich vor allem von Jesus Christus als dem Guten Hirten angesprochen, der sich den Armen und Kleinen und unter ihnen gerade auch den bedürftigen jungen Menschen zugewandt hatte. Das Evangelium erzählt, wie Jesus ein Kind in die Mitte stellte (vgl. Mt 18,1-6) und die Kinder umarmte und segnete (vgl. Mk 10,13-16). Jesus Christus in dieser Weise nachzufolgen, war der Lebensinhalt Don Boscos und ist der Lebensinhalt all derer, die sich in seinen Spuren bewegen. Darum ist die salesianische Spiritualität vor allem eine apostolische und pastoral geprägte Spiritualität.

Vorliebe für die Jugend

apostolischJohannes Bosco war vor allem Erzieher und Jugendseelsorger, weshalb die Kirche ihn heute als „Vater und Lehrer der Jugend" (Johannes Paul II.) verehrt. Don Boscos Leitwort, das er auch seinen Salesianern gegeben hat, lautete: „Da mihi animas, cetera tolle. - Gib mir Seelen, alles andere nimm." In diesem Gebetswort bittet er Gott, ihm junge Menschen zu schenken, damit er sie fördern und zu ihm führen kann. Don Bosco Herz brannte danach, sich notleidenden jungen Menschen zuzuwenden und für ihr irdisches Glück und ihr himmlisches Heil zu arbeiten. Und so schrieb er einmal an seine Jugendlichen: "Es genügt mir, dass ihr jung seid, um euch überaus zu lieben."
Don Bosco wollte den jungen Menschen seiner Zeit, die vielfach sozial und religiös entwurzelt waren, Vater, Bruder und Freund sein. Er gab ihnen Orientierung und Weggemeinschaft für ihr Leben. Mit seinem erzieherischen Angebot, der Pädagogik der Vorsorge (dem Präventivsystem), wollte er die Jugendlichen die zuvorkommende Liebe Gottes erfahren lassen. So wurde Johannes Bosco zu einem der größten Jugendapostel in der Geschichte der Kirche. Das heutige Logo der Salesianer Don Boscos und der Don-Bosco-Familie möchte dieses zentrale Element seiner und unserer Spiritualität auf plastische Weise zum Ausdruck bringen, wenn es Don Bosco in Begleitung zweier Jugendlicher darstellt, wie er ja auch auf vielen Bildern zu sehen ist. Der auferstandene Herr, der die verzweifelten Jünger auf dem Weg nach Emmaus begleitet, ist dafür das Urbild (vgl. Lk 24,15).
Die Vorliebe für die jungen Menschen, insbesondere die Bedürftigen unter ihnen, und der Antrieb, für sie da zu sein, um sie die Liebe Gottes erfahren zu lassen, das war die Mitte der Spiritualität Don Boscos. Das Leben mit und für junge Menschen ist auch die Mitte der Spiritualität der von ihm gegründeten Ordensgemeinschaften (der Salesianer Don Boscos, der Don-Bosco-Schwestern) und Laienvereinigungen (der Salesianischen Mitarbeiter) und aller Gruppen, die zur Don-Bosco-Familie gehören. Wie Don Bosco wollen auch ihre Mitglieder jungen Menschen mit "Vernunft, Liebe und Religion" helfen, ein glückliches und von Sinn erfülltes Leben zu finden. Don Bosco fasste sein tiefstes Anliegen in das Wort: "Ich will euch zeitlich und ewig glücklich sehen."

Liebenswürdigkeit und familiärer Stil

Dabei war es Don Bosco wichtig, dass nicht nur über die Liebe geredet würde, sondern dass die jungen Menschen auch gelebte Liebenswürdigkeit ("amorevolezza") spüren und erfahren sollten. So schrieb er in seinem wohl berühmtesten Brief aus Rom (1884) an seine Salesianer: "Es reicht nicht, dass die Jugendlichen geliebt werden, sondern sie müssen diese Liebe auch spüren ... Ohne Herzlichkeit und Familiarität zeigt sich die Liebe nicht, und ohne diesen Beweis der Liebe kann es kein Vertrauen geben."
Gerade hier nahm sich Don Bosco den hl. Franz von Sales (1567-1622), den großen Lehrer der Gottesliebe, zum Vorbild und empfahl dies auch seinen Schülern. Salesianisch leben und arbeiten, das hieß für Don Bosco vor allem, im Alltag die Güte und Sanftmut des hl. Franz von Sales nachahmen. In diesem Sinne wollte Don Bosco, dass sich die erzieherische Liebe in Güte, Achtung und Geduld, aber auch in freundschaftlichen Beziehungen zu den jungen Menschen ausdrücken sollte. Salesianische Einrichtungen sollten "Häuser" sein, wo sich die jungen Menschen angenommen und verstanden wissen. Bis heute gilt das tagtägliche Bemühen um ein familiäres Klima als zentrales Kennzeichen des Lebens und Arbeitens im Geiste Don Boscos. Hierzu gehört auch das Bemühen um gegenseitiges Vertrauen, eine von wechselseitiger Annahme geprägte Herzlichkeit sowie die Bereitschaft zu Vergebung und Versöhnung. (-->)

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