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Eine schwere Typhuserkrankung, die sie sich bei der Pflege erkrankter Verwandter mit 23 Jahren zuzog, fand in ihr einen tiefen spirituellen Widerhall: Die Erfahrung der physischen Zerbrechlichkeit vertiefte einerseits ihre vorbehaltlose Hingabe an Gott. Andererseits wurde sie angespornt eine Schneiderwerkstatt zu eröffnen, um den Mädchen die Arbeit, das Gebet und die Liebe zu Gott beizubringen. Dank ihrer intensiven Teilnahme an den Sakramenten und unter der begnadeten Führung durch Don Pestarino machte sie große Fortschritte im geistlichen Leben.
Anlässlich eines Besuchs Don Boscos in Mornese am 8. Oktober 1864 sagte sie: „Don Bosco ist ein Heiliger und ich spüre es." Im Jahr 1872 wählte Don Bosco Maria Mazzarello aus, um das Institut der Töchter Mariens, der Hilfe der Christen (Don-Bosco-Schwestern) zu gründen. Als Oberin erwies sie sich als geschickte Gestalterin und Lehrmeisterin des geistlichen Lebens. Sie besaß das Charisma einer unbeschwerten und aufheiternden Fröhlichkeit, indem sie Freude ausstrahlte und andere junge Frauen in das Bemühen um die Erziehung junger Mädchen mit einbezog.
Das Institut entwickelte sich schnell. Zum Zeitpunkt ihres Todes hinterließ sie ihren Töchtern eine erzieherische Tradition, die ganz durchdrungen war von den Werten des Evangeliums: der Suche nach Gott, der durch eine aufschlussreiche Katechese und eine eifrige Liebe erkannt werden kann; der Verantwortung bei der Arbeit, der Ehrlichkeit und der Demut, der Schlichtheit des Lebens und der freudigen Hingabe ihrer selbst.
Maria Dominica Mazzarello starb am 14. Mai 1881 in Nizza Monferrato. Ihr Leichnam wird in der Maria-Hilf-Basilika in Turin verehrt.
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Quelle: www.sdb.org