Zephyrin (Zeferino) Namuncurá war der Sohn des „Herrn der Pampa", des großen Häuptlings Manuel Namuncurà aus dem Volk der Mapuche, der vom argentinischen Heer besiegt worden war. Manuel Namuncurá empfand allen Weißen gegenüber ein abgrundtiefes Misstrauen, mit einer Ausnahme, und das war Don Milanesio. Der Salesianermissionar war ein Freund und Verteidiger der Indios. Er hatte ihre Sprache gelernt und war immer bereit, einen misshandelten Mapuche in Schutz zu nehmen.
Zephyrin wurde am 26. August 1886 in Chimpay geboren und von Don Milanesio getauft. Nach elf Jahren freien Lebens in der Wildnis schickte der Vater Zephyrin zum Studium nach Buenos Aires, damit er eines Tages sein Volk beschützen und verteidigen sollte.
In der Schule der Salesianer lernte der Junge Don Bosco kennen. Fünf Jahre lang strengte sich Zephyrin außerordentlich an, um sich in eine ihm völlig neue Kultur zu integrieren. Dieser Junge wurde mehr und mehr zum Vorbild für die anderen. Sein Wort galt unter den Kameraden, auch im Streit.
1903, als Zephyrin 16 Jahre alt war und sein Vater im Alter von 80 Jahren getauft wurde, nahm Salesianerbischof Giovanni Cagliero ihn als Aspirant in den Orden auf, denn der junge Indio wollte Salesianer werden.
Doch Zephyrin war bereits an Tuberkulose erkrankt. Bischof Cagliero entschied, den Schüler nach Italien zu bringen. Zephyrin blieb dort nicht unbemerkt: die Zeitungen sprachen mit Bewunderung vom „Prinzen der Pampa". Hier begegnete er Don Rua, dem ersten Nachfolger Don Boscos, und auch Papst Pius X. Leider konnten auch die Ärzte in Italien dem Jungen nicht helfen.
Zephyrin starb am 11. Mai 1905 in Rom. Sein Grab befindet sich seit 1924 in seiner Heimat, in Fortin Mercedes.
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Quelle: www.sdb.org