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Sel. Artemide Zatti (1880-1951)

Gedenktag: 13. November

Artemide ZattiArtemide (Artemis) Zatti wurde am 12. Oktober 1880 in Boretto (Reggio Emilia) geboren. Schon früh erfuhr er die Härte eines opferreichen Lebens und war schon mit neun Jahren gezwungen, sich den Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter zu verdienen. Bedingt durch die Armut, wanderte die Familie Anfang 1897 nach Argentinien aus, um sich in Bahia Blanca niederzulassen. Hier besuchte Artemide eine von Salesianern betreute Pfarrei und gewann das Vertrauen des Pfarrers P. Carlo Cavalli.

Nachdem ihm vorgeschlagen wurde, Salesianer zu werden, ging Artemide den Weg eines geistlichen Lebens und wurde als Aspirant von Don Cagliero betreut. Als Zwanzigjähriger kam er nach Bernal, das Haus, in dem die jungen Männer aufgenommen wurden, die sich auf das salesianische Leben vorbreiteten. Dort wurde ihm unter anderem die Aufgabe übertragen, einem tuberkulosekranken jungen Priester beizustehen. Bei dessen Pflege zog sich Artemide selbst die Krankheit zu. Daher wurde er ins Hospital „San José" geschickt, wo er vom Priester und Heilpraktiker P. Evarisio Garrone betreut wurde. Gemeinsam mit ihm erbat sich Artemide von Maria, die er als Hilfe der Christen verehrte, die Gnade der Heilung, mit dem Versprechen, sein ganzes Leben in den Dienst der Kranken zu stellen.

Nach seiner Genesung leitete Artemide die Apotheke, die dem Krankenhaus angeschlossen war. Nach dem Tod des verantwortlichen Arztes Don Garrone im Jahre 1911 hatte er plötzlich zusätzlich die Verantwortung für das gesamte Krankenhaus. Diese Aufgabe wurde ihm schließlich zur Schule seiner Heiligkeit. Artemide war geprägt von einer vollkommenen Hingabe an seine Kranken. Jemand beschrieb seinen Tagesablauf wie folgt: „Um 4.30 Uhr schon auf den Beinen. Betrachtung und hl. Messe. Er besucht alle Stationen. Dann fährt er mit dem Rad zu den in der Stadt verstreut wohnenden Kranken, um ihnen zu helfen. Nach dem Mittagessen eine begeisterte Boccia-Partie mit den Konvaleszenten. Von 14 bis 18 Uhr erneut Besuch der internen und externen Kranken des Hospitals. Bis 20 Uhr arbeitet er in der Apotheke. Wieder Rückkehr in die Krankensäle. Bis 23 Uhr Studium und asketische Lektüre. Dann Ruhe in ständiger Einsatzbereitschaft für den Fall, dass er gerufen wird."

Im Jahre 1913 erfüllten sich die Träume von Artemide Zatti, denn es wurde der Grundstein zu einem neuen Krankenhaus gelegt. Zu seinem großen Bedauern wurde es jedoch 1941 wieder abgerissen, um dem Bischofspalast für die entstehende Diözese von Viedma Platz zu machen.

Ein Sturz von einer Leiter im Jahre 1950 zwang Artemide zu einer Ruhepause. Einige Monate später zeigten sich die Symptome einer Krebserkrankung. Am 15. März 1951 starb Artemide Zatti. Sein Leichnam ruht in der Kapelle der Salesianer in Viedma. Der Gedenktag des seligen Artemide wird am 13. November begangen.

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Quelle: www.sdb.org

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