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Sel. Aloisius Guanella (1842-1915)

Gedenktag: 24. Oktober

Aloisius GuanellaAloisius (Luigi) Guanella wurde am 19. Dezember 1842 in Fraciscio di Campodolcino in Val San Giacomo (Sondrio, Italien) geboren. Die besondere geographische Situation, in der Aloisius aufwuchs, formte in ihm einen soliden Charakter: Festigkeit, Mäßigkeit, Opfergeist. Stets zeichnete er sich durch seinen tiefen Glauben aus, angereichert und genährt von einer Volksfrömmigkeit, die er durch seine Nähe zu den einfachen und armen Menschen kennerlernte. Aloisius studierte im Kolleg Gallo di Como und in verschiedenen Diözesanseminaren.

1866 wurde er zum Priester geweiht und kurz darauf zum Pfarrer von Savogno ernannt. Mit großem Eifer widmete er sich den Jugendlichen, indem er sich ihren Schulunterricht kümmerte und die „Katholische Aktion" neu belebte.

Zur selben Zeit nahm er mit Don Bosco Kontakt auf. Fasziniert vom dessen Charisma, versuchte er, ein Heim für Jugendliche zu eröffnen. Dies gelang jedoch nicht. 1875 schließlich wurde er Salesianer und kümmerte sich um das Oratorium „San Luigi" in Turin und wurde bald darauf zum Direktor des Kollegs „Dupraz" in Trinità (Cuneo) ernannt.

Er blieb nur drei Jahre in der Kongregation, da der Bischof ihn zurück in Diözese rief. Aloisius verteidigte seine Jugendlichen und Armen gegenüber den Forderungen der Mächtigen und der Politiker. Sein mutiger Einsatz hatte zur Folge, dass die in Traona für die armen Kinder eröffnete Schule geschlossen werden musste.

Vom Bischof erhielt er den Auftrag, ein Hospiz für arme alte Menschen zu leiten. Er fand eine Gruppe von Ursulinen, mit denen Aloisius Guanella eine neue Kongregation gründete: die „Töchter der hl. Maria von der Vorsehung". Die Schwestern widmeten sich der Erziehung der Jugend, besonders der armen und Benachteiligten; der Pflege der Kranken - der Geisteskranken sowie der Begleitung und Unterstützung von verlassenen alten Menschen.

In Como gründete er das „Haus der Göttlichen Vorsehung", in dessen Zentrum er das Heiligtum „Sacro Cuore" errichtete. Mit der Unterstützung des Bischofs gründete er mit der gleichen Zielsetzung auch einen männlichen Zweig der Kongregation: die „Diener der Liebe".
Beide Kongregationen hatten besonders in Italien, in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten großen Zuwachs.

Um auch den Sterbenden beistehen zu können, gründete Aloisius die „Fromme Vereinigung der Sterbehilfe vom Heiligen Josef". Er baute verschiedene Kirchen und Werke für Emigranten und die andere Randgruppen. Aus der Begegnung mit Don Bosco lernte er nicht nur die Liebe für die Jugendlichen, die er das ganze Leben hindurch pflegte, sondern auch den
Gehorsam gegenüber den Obern.

Wie Don Bosco war er stets gehorsam gegenüber seinem Bischof, auch im Leiden und bei Unverständnis. Aloisius Guanella starb am 24. Oktober 1915 in Como. Er wurde am 25. Oktober 1964 seliggesprochen. Sein Gedächtnis wird am 24. Oktober gefeiert.

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Quelle: www.sdb.org

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