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Bildmeditation zum Bild des „Guten Hirten“ (2012)

 

Ein Bild der Hoffnung

Wie mag Jesus Christus wohl ausgesehen haben? Das ist eine Frage, die sich mancher gläubige Christ heute stellt. In der Frühzeit des Christentums war das anders. In den Evangelien oder den frühen Briefen der Christenheit finden wir nicht einmal eine Beschreibung Jesu. Nicht an seinem Aussehen waren die ersten Christen interessiert, sondern an seiner Botschaft und daran, was seine Worte und sein Heilswirken, insbesondere sein Tod am Kreuz und seine Auferstehung, für sie bedeuteten. Es dauerte gut 200 Jahre, bis die Christen begannen, ihren Herrn darzustellen. Eine der ersten Weisen, wie sie es taten, war die Darstellung des „Guten Hirten“. Das Bild des Schafträgers war in der Antike weit verbreitet. Es galt v. a. als Symbol für die Philanthropie, die Tugend der Menschenfreundlichkeit. In diesem vertrauten Bild des Hirten, der ein Schaf auf den Schultern trägt, erkannten die Christen wieder, was sie über Jesus aus dem Evangelium hörten. Und sie griffen es mehr und mehr auf, um damit ihren Christusglauben auszudrücken. Seit der Mitte des dritten Jahrhunderts nach Christus taucht es als Christusdarstellung sowohl in gemalter Form als auch als Skulpturen immer häufiger auf, v. a. in Taufkapellen und an Taufbrunnen sowie in den unterirdischen Grabstätten und an Sarkophagen. Unser Bild ist ein Fresko, das aus der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts stammt. Es befindet sich in der Priscilla-Katakombe, die zu den bedeutendsten Katakomben Roms zählt. Hier bildet es das Deckengemälde der sog. Velatio-
Grabkammer. Sein Alter ist dem stark verwitterten Bild deutlich anzumerken

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