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Hl. Johanna Franziska v. Chantal (1572-1641)

Gedenktag: 12. August
Seligsprechung am 21. August 1751
Heiligsprechung am 16. Juli 1767
CHANTAL, Jeanne-Françoise Frémyot de, Mystikerin und Ordensstifterin, wurde am 28. Januar 1572 in Dijon als Tochter des burgundischen Parlamentspräsidenten Bénigne Frémyot geboren. Seit Ende 1592 war sie verheiratet mit dem Baron Christophe de Rabutin-Chantal auf dem Schloss Bourbilly, dem sie in glücklicher Ehe vier Kinder schenkte. Nach dem Tod ihres Gatten, der Ende 1601 an den Verletzungen eines Jagdunfalls gestorben war, siedelte J.-F. über zu ihrem Schwiegervater in das Schloss Monthelon und widmete sich der Erziehung ihrer Kinder, den Werken der Nächstenliebe und dem Gebet.
1604 wurde sie von ihrem Vater nach Dijon eingeladen, wo Franz von Sales, Bischof von Genf, die Fastenpredigten hielt. Da er häufig im Hause Frémyot verkehrte, lernte ihn J.-F. kennen. „Ich hatte von Anfang an eine so hohe Achtung vor ihm«, erklärte sie später, »dass ich alle seine Worte mit einer Ehrfurcht ohnegleichen vernahm. Ich bewunderte alles, was er tat und sagte, und betrachtete ihn als einen Boten des Herrn. Sein würdiges und heiliges Verhalten berührte mich so tief, dass ich meine Blicke nie von ihm abzuwenden vermochte." Bei einem Treffen im August 1604 erklärte sich Franz von Sales bereit, ihr geistlicher Führer zu sein. Nun begann ein inniger Briefwechsel, der ein einzigartiges Seelendokument darstellt. Bei einer Begegnung in Annecy 1607 schilderte er J.-F. seinen Plan, einen Frauenorden zu gründen, und entwarf ihr das Bild des künftigen Ordens von der Heimsuchung Mariä. Sie machte sich diesen Plan zu Eigen.
Im März 1610 siedelte J.-F. über nach Annecy, dem Sitz des Bischofs von Genf, und gründete dort mit Franz von Sales und einigen Gefährtinnen am 6.6. 1610 den "Ordo de visitatione Mariae Virginis", den Orden von der Heimsuchung Mariä, dessen Schwestern, die Salesianerinnen, auch "Visitantinnen" genannt werden. Paul V. erhob am 23.4. 1618 die "Heimsuchung" unter der Augustinusregel und feierlichen Gelübden zu einem Orden mit päpstlicher Klausur. J.-F. vereinigte ein mystisch-beschauliches Leben mit tatkräftiger und fruchtbarer Arbeit. Die Gründung neuer Niederlassungen war ihre Haupttätigkeit. Der Orden wurde bald einer der blühendsten in Frankreich und fand seit 1634 auch außerhalb Frankreichs Verbreitung. Am 13.12. 1641 starb J.-F. in Moulins, sie wurde in Annecy begraben.
Quelle: www.bbkl.de/c/chantal_j_f_f.shtml

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