Jugendliche am Colle Don Bosco
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Bericht aus Rom: Giornate di spiritualità salesiana

Veröffentlicht am: 26. Januar 2010
Teilnehmer an den Tagen der Don-Bosco-Familie in Rom

„Herr, wir möchten Jesus sehen"

Nach dem Beispiel Don Ruas tragen wir als überzeugte Christen und Christinnen das Evangelium zu den jungen Menschen.

Giornate di Spiritualità della Famiglia Salesiana, Rom 21. - 24. Januar 2010

Das Generalat in Rom versank in diesen Tagen in der Farbe Rot. Überall, wo man hinkam, begegneten einem in sieben verschiedenen Sprachen die Plakate mit dem Jahresleitgedanken „Herr, wir möchten Jesus sehen".

Dieses war auch Motto der Tage der Spiritualität der Don-Bosco-Familie in Rom, das sich wie ein roter Faden durch die Tage, durch die zahlreichen Überlegungen und Begegnungen zog. Im Generalat trafen sich 380 Mitglieder der Don-Bosco Familie, Salesianer, Don-Bosco-Schwestern, Salesianische Mitarbeiter sowie in der Ehemaligenarbeit Beschäftigte. Sie kamen aus allen Teilen der Welt: Australien, Japan, Indien, viele aus Südamerika, und auch aus Europa-

Die zentrale Frage, die in den Gesprächen immer wiedergestellt wurde, war: Wie und warum bringen wir das Evangelium zu den jungen Menschen? Wie kann es uns gelingen, in den Jugendlichen diesen Wunsch und das Bedürfnis zu wecken, Jesus zu begegnen und mit ihm vertraut zu werden?

Diese Reflexionen geschahen durch drei Impulse, in denen man sich mit dem inneren Zusammenhang von Bedürfnis und Verlangen nach Jesus Christus, dem exemplarischen Weg Jesu mit den Emmaus-Jüngern als Paradigma des Glaubensweges für junge Menschen sowie konkreten Vorschlägen zur Evangelisierung heute durch einen Vortrag des Generaloberen beschäftigte. Wie besonders wichtig ihm gerade das Thema des diesjährigen Jahresleitgedankens ist, zeigt die Tatsache, dass Don Chávez und auch sein Vikar, Adriano Bregolin, uns alle vier Tage bei unseren Gesprächen und Diskussionen begleitete und auch den Eucharistiefeiern vorstand.

Die Überlegungen wurden ergänzt durch konkrete Praxisbeispiele, in denen man sehen konnte, wie vielfältig die Arbeit im Geiste Don Boscos weltweit ist. Eingebettet waren die gemeinsamen Reflexionen in Gebetszeiten, im Miteinander der bunten Welt der Salesianischen Familie und auch durch kulturelle Begegnungen.

Drei Punkte sind mir als Teilnehmer an dieser Tagung besonders wichtig geworden:

  1. Der Beginn unseres Weges mit den Jugendlichen ist die persönliche Begegnung mit dem Auferstandenen. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie kann ICH immer authentischer werden, meine Freundschaft mit IHM erneuern, um Jünger und Apostel für die jungen Menschen zu werden. Denn: Nur wer überzeugter Jünger ist, kann auch überzeugender Apostel werden.
  2. Die Wege, wie wir den Jugendlichen zu Jesus zeigen können, sind vielfältig und kulturell bedingt. Unsere pädagogischen Hilfen müssen sich am jungen Menschen von heute in den verschiedenen soziokulturellen Kontexten orientieren.
  3. Der Geist Don Boscos beschränkt sich nicht auf uns Salesianer, sondern er ist ausgegossen auf verschiedene Gruppen, auf Männer und Frauen, auf Priester und Laien. Die Don-Bosco-Familie weltweit ist bunt, international und sehr lebendig.

Don Chàvez beendete die Tagung mit der programmatischen Feststellung: „Wir können die Kirche nur erneuern, wenn wir sie mit jungen Menschen bereichern!"

(Jörg Widmann SDB)

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